Pressemitteilung des LEA zur aktuellen Kita-Politik des Hamburger Senates

LEA: GBS-Schulbegehungen sind erst der Anfang

Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) hat die Schulbehörde aufgefordert, die Ergebnisse der GBS-Schulbegehung ernst zu nehmen. „Die Begehung von 124 GBSGrundschulen ist ein guter Anfang“, sagt LEA-Vorstand Angelika Bock. „Nun liegen viele Probleme und Schwierigkeiten auf dem Tisch, die die Schulbehörde im Dialog mit Schülern, Eltern, Lehrern und Erziehern bearbeiten kann.“


„Die GBS-Begehungen haben gezeigt, dass das Zusammenspiel von Vor- und Nachmittag entscheidend für das Gelingen von GBS ist“, erklärt Bock. LEA, Elternkammer und viele Trägerverbände hätten darauf seit langem hingewiesen. „An dieser Erkenntnis kann die Schulbehörde nun nicht mehr vorbei: Sie muss mehr Geld ausgeben, um den Übergang zwischen Schule und Trägerbetreuung zu verbessern.“


Der LEA begrüßt, dass seit langem geforderte Verbesserungen für GBS nun endlich umgesetzt werden. „Regelmäßige Standortbesuche, Best-Practice-Beispiele, zusätzliche Reinigungsintervalle und Lärmschutzmaßnahmen können helfen, GBS besser zu machen“ so Angelika Bock.


Problematisch sei nach wie vor die Raumsituation an vielen Standorten. „Kinder brauchen Platz zum Relaxen, zum Toben, zum Essen, für die Kurse, aber auch, um sich einmal zurückziehen zu können.“ Die Schulbehörde müsse das Raumangebot dringend weiterentwickeln. „Der Verkauf von Schulflächen ist dabei kontraproduktiv“, so Bock.


Mit Blick auf die Betreuungsschlüssel kritisiert der LEA, dass rechnerische Durchschnittsgrößen der Gruppen nicht weiterhelfen. „Wichtig ist der Blick auf die tatsächliche Gruppengröße. Es mag in den Kursangeboten zu kleineren Gruppen kommen, aber wie sieht es mit den Kindern aus, die nicht im Kurs sind?“ fragt Bock. Ein großer Kritikpunkt der Begehungen sei in der Pressemitteilung der Schulbehörde zudem weitestgehend unerwähnt geblieben: Die Hausaufgabenbetreuung.


Das Pilotprojekt Vollzeitverträge für qualifiziertes Personal kann dazu beitragen, die Fluktuation bei Erziehern und Honorarkräften einzudämmen. „Solche Versuche, das System zu verbessern, begrüßt der LEA ausdrücklich.“ sagt Bock.


Bock zeigte sich enttäuscht, dass die Ergebnisse später vorgelegt gelegt wurden als angekündigt. „Beim Runden Tisch GBS hätten der Dialog über die Weiterentwicklung von GBS beginnen können“ sagt Bock. „Leider standen dort keine Informationen zur Verfügung.


„74,5 Prozent aller Hamburger Grundschülerinnen und –schüler, die die Ganztagsangebote nutzen, deren Lehrer und Erzieher haben das Recht auf eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Ganztagsbetreuung und die dazu erforderlichen Mittel.“ Mit der Realisierung der jetzt vereinbarten Maßnahmen sei ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan.


Zwischen Februar und Juni 2014 wurden alle 124 GBS-Grundschulen besucht. Die Ergebnisse dieser Besuche wurde am 30.09.14 von der BSB in einer Pressekonferenz vorgestellt.


LEA Hamburg

Vorstand LEA Kindertagesbetreuung Hamburg

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